Wissenswertes zum Thema Feuchtigkeit

Wissenswertes zum Thema Feuchtigkeit

Absolute Luftfeuchtigkeit

Die absolute Luftfeuchtigkeit gibt in g/m³ (seltener in kg/kg oder g/kg) den tatsächlichen Wasseranteil (in Form von Dampf) der Luft bei einer bestimmten Temperatur an.

Relative Luftfeuchtigkeit

Die relative Luftfeuchtigkeit gibt an, wie viel % der Menge an Wasser die Luft enthält, die sie bei gegebener Temperatur enthalten könnte.

Wird Luft erwärmt, kann sie mehr Wasser aufnehmen, sodass bei gleichbleibender, absoluter Wassermenge die relative Feuchtigkeit sinkt. Wenn die Luft, wiederum mit derselben Wassermenge, abgekühlt wird, kann sie weniger Wasser aufnehmen und die relative Luftfeuchtigkeit steigt.

100% Luftfeuchte entspricht gesättigter Luft. Luft mit derselben Temperatur, die aber nur die Hälfte der möglichen Sättigung aufweist, hat eine relative Feuchte von 50%.

Die relative Luftfeuchtigkeit steht also immer im Zusammenhang mit der Temperatur.

Kondensation und Taupunkt

Der Übergang des Wassers vom gasförmigen in den flüssigen Zustand wird als Kondensation bezeichnet.

Aus der Umgebungsluft wird jene Menge an Wasserdampf, die die Sättigungsfeuchte (= 100% relative Luftfeuchtigkeit) überschreitet, als freies Wasser ausgeschieden.

Die Temperatur, bei der sich gasförmiges und flüssiges Wasser im Gleichgewicht befinden, wird als Taupunkt bezeichnet. Sinkt die Temperatur unter den Taupunkt, kommt es zu Kondensation.

Ein geläufiges Beispiel dafür:

Wird im Sommer eine Getränkeflasche aus dem Kühlschrank genommen, „läuft sie an“. An der kalten Oberfläche der Flasche kondensiert das Wasser der wärmeren Umgebungsluft, weil sie an dieser Stelle so stark abgekühlt wird, dass es zu einer Unterschreitung des Taupunkts und somit zur Bildung von Wassertropfen kommt.

Feuchtigkeit in der Wohnraumluft

Nicht nur eine nette Möblierung und freundliche Farben haben Anteil daran bei, dass wir uns in unserem Wohnbereich wohlfühlen, zur Behaglichkeit tragen auch Raumtemperatur und Raumluftfeuchte bei. Ein optimales Raumklima herrscht bei 40 – 50 % relativer Luftfeuchtigkeit. Liegt der Wert darunter, kann es zu einer Reizung der Atemwege kommen („der Hals kratzt“).

Häufiger tritt jedoch der Fall auf, dass die Raumluftfeuchte zu hoch ist.

Den wenigsten Menschen ist bewusst, wie viel Feuchtigkeit im Lauf eines Tages anfällt. Ein Vier-Personen-Haushalt produziert ungefähr 10 bis 15 kg Wasser pro Tag. Das heißt 10 bis 15 kg Feuchtigkeit werden an die Raumluft abgegeben und von dieser aufgenommen.

Wesentliche Feuchtequellen sind:

  • Mensch: je nach Aktivität erfolgt die Abgabe von 1–4 kg Feuchtigkeit/Tag, in einer Nacht atmet ein Mensch ungefähr einen Liter Feuchtigkeit aus.
  • Kochen
  • Duschen/Baden
  • Zimmerpflanzen
  • Wäsche, die trocknet
  • Putzen

Die Raumluft nimmt Feuchtigkeit auf, doch sie kann das nicht unbegrenzt tun. Ist eine relative Luftfeuchtigkeit von 100% erreicht, kann kein Wasser mehr aufgenommen werden. Doch bereits vor dem Erreichen einer relativen Raumluftfeuchte von 100 % kommt es an kälteren Oberflächen zu Kondenswasserbildung und in Folge zu Schimmelbildung.

Eine zu hohe Raumluftfeuchte schafft also nicht nur ein unangenehmes Raumklima, sondern bedingt auch feuchte Wände, Decken und Fußböden und ganz besonders Kondensatbildung an exponierten, kälteren Raumoberflächen, bevorzugt Außenecken und Fensterlaibungen.

Daher muss die im Laufe des Tages entstehende Wassermenge immer wieder abgeführt werden. Das erfolgt durch den Austausch der feuchten Innenraumluft gegen Außenluft mit geringerem Wasserdampfgehalt.

Es muss also richtig und ausreichend, das heißt mehrmals täglich gelüftet werden!

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